Grinberg ist Teamwork

Durch Berührung und verbale Anweisungen unterstützt die PraktikerIn die KlientIn darin, ihre Aufmerksamkeit auf den Körper zurichten und verschiedene Empfindungen wahrzunehmen. Man kann dann z.B. bemerken, wo man Anspannung hält und lernen diese loszulassen.

 

Die erste Sitzung, ein Beispiel:

Klient: Ich habe Migräne

Praktikerin: Wo spürst Du die Schmerzen im Kopf, welcher Art?
Klient: Stechender Schmerz oben, ausgehend vom Hinterkopf

Praktikerin: Wann hast Du diese Schmerzen?
Klient: Am Tag nach einem stressigen Tag im Büro

Praktikerin: Das beginnt wenn Du aufstehst?
Klient: Na ja, schon im Bett

Praktikerin: Denkst Du da über etwas Bestimmtes nach?
Klient: Ich bin noch ganz K.o vom Vortag; muss aber wieder ins Büro obwohl ich nicht will. Ich muss ja funktionieren. (… -> Kopfweh dauert 2 Stunden, Schmerzmittelverwendung, dann ins Büro)

Praktikerin: Kommt das in bestimmten Situationen?
Klient: Nachdem ich im Büro Stress hatte, das Gefühl, unter Druck  zu stehen… Ich muss mehr tun, als im Moment möglich ist – Überforderung

So entsteht eine Abwärtsspirale: die Lebensqualität nimmt kontinuierlich ab.

Praktikerin: Das ist ein Kreislauf, den Du stoppen kannst. Du kannst das Arbeitengehen nicht stoppen, aber Du kann es stoppen, Kopfweh in Situationen der Überforderung zu entwickeln. Denn Kopfweh ist eine Anstrengung, die mit Konzentration und Wahrnehmung zu tun hat.

Zuerst kannst Du vielleicht nur die Kopfschmerzen spüren. 

Schnell nimmst Du auch die Verspannung im Nacken wahr. Nach einigen Sitzungen kannst Du exakt erfühlen, wo Du noch überall ‘hälst’, sprich Muskeln angespannt sind. Du erkennst dies mit Hilfe der Berührungen und Anweisungen der PraktikerIn. Durch seine/ihre aufmerksame Führung lernst Du zu atmen und loszulassen.

In unserem Migränebeispiel lernst Du nicht nur, die Anspannung in den Nackenmuskeln zu stoppen, sondern den gesamten Zustand von Anspannung. Dazu lernst Du, wahrzunehmen, wie Du atmest, schusselig wirst, mit Dir selbst im Kopf redest. All das lernst Du als körperliche Erfahrung und kannst es so loslassen. Diese Lernschritte ermöglichen Dir, in alltägliche Situationen schneller zu erkennen, wann Du Stress erzeugst und kannst es ganz einfach nicht tun. Denn in der Sitzung mit der PraktikerIn hast Du gelernt, „nein“ zu sagen zum Erlebnis Stress und Anspannung. Du kannst den Automatismus kontrollieren, das Muster kann Dich nicht mehr kontrollieren.

 

Die Wirkung der Sitzung ist nachhaltig, denn Du bist nicht passiv. Es bist Du selbst, der loslässt. Du hast gelernt, Deine Muskeln loszulassen. Dementsprechend kannst Du dies auch im täglichen Leben anwenden. Da der Körper aber auch wieder ent-lernen kann, muss dieser Lernschritt einige Zeit lang in regelmäßigen Sitzungen wiederholt werden. Man darf nicht vergessen, dass solche Muster meist seit einiger Zeit bestehen.

Wann wird die Grinberg Methode® eingesetzt?

Die Grinberg-Methode® erhebt weder den Anspruch zu heilen, Alternativmedizin oder Massagetherapie zu sein, noch versteht sie sich als Teil der helfenden sozialen Berufe oder als Ersatz für Psychotherapie.

Die Grinberg Methode® ist weder für Menschen geeignet, die an lebensbedrohlichen oder schweren Erkrankungen leiden oder die medizinische oder psychiatrische Hilfe benötigen. Zudem ist sie kein Ersatz für jegliche Art von notwendiger Behandlung oder gesundheitspsychologischer Beratung. Die Methode hat keinen ideologischen oder mystischen Hintergrund.

Die Einsatzgebiete sind so vielfältig wie die Individualität der KlientIn. Ziele unserer KlientInnen:

 
    • Verspannungen lösen
    • Chronische und akute Schmerzen bekämpfen
    • Einschränkungen in der Beweglichkeit angehen
    • Mit Angstzuständen und Sorgen anders umgehen
    • Einen befreiteren Umgang lernen mit Situationen, die Anspannung und Druck hervorrufen
    • Verborgene Talente entdecken
    • Aus Mustern, welche die Lebensfreude einschränken, auszusteigen lernen
    • Lebensfreude zurückgewinnen
    • Leichtigkeit, Stille, Entspannung und Ruhe erleben
    • Selbstvertrauen, zu sich selber stehen
    • Bei Verletzungen und Operationen, um die Selbstheilung zu unterstützen
    • Belastungen aus vergangenen Erlebnissen abschließen
    • Verdauungsbeschwerden
    • Schwierigkeiten beim Einschlafen, Durchschlafen und wieder wach werden